Ratingen, 20.08.2009: Gebäude des S-Bahnhofs Ost als Jugendkulturzentrum

Ostbahnhof – Still ruht der See

 

Der Rat hat in seiner Sitzung am 27.02.2007 die Verwaltung aufgefordert, für den Standort eine zukunftsweisende Konzeption zu entwickeln. Der Beschluss lautet wie folgt:


„Die Verwaltung wird beauftragt, in einer Vorlage darzustellen, inwieweit eine Nutzung des Gebäudes des S-Bahnhofes Ratingen-Ost als Jugendkulturzentrum machbar wäre und wie sich eine solche Einrichtung in ein neues Gesamtkonzept für die städtische Jugendarbeit im Stadtbezirk Ratingen-Mitte einfügen könnte. Dabei sollten Verbesserungen der räumlichen Situation bestehender Jugendangebote ebenso wie etwaige Synergieeffekte zwischen Jugend- und Jugendkulturarbeit in die Betrachtung einbezogen werden.

Die Verwaltung wird beauftragt, in der Vorlage ein Betreiberkonzept darzustellen.“

 

Auf verschiedene Nachfragen konnte bzw. wollte die Verwaltung keinen Sachstand mitteilen. Beim Kandidaten“duell“ am 15.08.09 erwiderte Bürgermeister Birkenkamp auf den Vorhalt von Christian Wiglow, der Ratsbeschluss sei noch nicht umgesetzt worden, er würde such nun selber drum kümmern. Dazu muss man aber auch wissen, dass es sattsam bekannt ist, dass Birkenkamp im Ostbahnhof kein Jugendkulturzentrum will, sondern eine hochpreisige Gastronomie.

 

Dabei sprechen viele Fakten für den Standort Ostbahnhof:

 

Das denkmalgeschützte Gebäude des Bahnhofs Ratingen-Ost befindet sich im Besitz der Stadt Ratingen – im Gegensatz z.B. zur alten Maschinenhalle Ford Giertz. Angegliedert ist die Fahrradstation des SKF. Das Bahnhofsgebäude befindet sich in einem baulichen Zustand, der Sanierungsbedarf aufweist. Die angegliederte Fahrradstation des SKF wird jetzt verlagert werden.

 

Das Bahnhofsgebäude liegt zwischen den zentralen Stadtteilen Ratingen-Mitte und Ratingen-Ost, wo es gar kein Jugendamtangebot liegt. Der Ostbahnhof ist von allen Stadtteilen recht gut erreichbar. Eine Nutzung im Sinne des Ratsbeschlusses könnte der Stadt zu einer attraktiven und zeitgemäßen Eintrittskarte verhelfen.

Durch den Ratsbeschluss vom 27.02.2007 erging ein eindeutiger Arbeitsauftrag an die Verwaltung in Richtung

 

Jugendkulturzentrum als „Kulturbahnhof Ratingen“.

 

Klar ist dabei, dass es weder zu einer Wiederauflage des gescheiterten Projektes Lokschuppens noch zu einem weiteren städtischen Jugendtreff kommen soll. Im Vordergrund soll eine private Nutzung stehen, wobei allerdings das Ziel eines „Kulturbahnhofs Ratingen“ nur mit einer öffentlichen Interessenquote erreicht werden kann.


In verschiedenen Vorgesprächen z.T. mit potentiellen Interessenten wurde Möglichkeiten eines tragfähigen Konstrukts besprochen.  Diese Grundidee liegt in der Kombination von gastronomischer Nutzung mit ergänzenden Angeboten für die Gruppe der Jugendlichen jungen Erwachsenen. Begleitet werden könnte die gastronomische Nutzung durch musikalische und kulturelle Events (Lifebands, Kabarett, Ausstellungen und Präsentationen u. ä.), - in Abgrenzung zu bzw. Abstimmung mit den Angeboten von Lux und Manege.) In Zeiten, in denen eine Nutzung als Kulturbahnhof nicht sinnvoll ist, wie morgens und mittags kann durch gastronomische Angebote die wirtschaftliche Tragfähigkeit verbessert werden.


Dabei soll angestrebt werden, um dem Ratsauftrag zu entsprechen und das Angebot im Jugendbereich insgesamt zu optimieren, große Veranstaltungen des Lux (oder anderer Jugendeinrichtungen oder auch von einzelnen Jugendlichen/ Jugendgruppen) in Kooperation mit dem „Kulturbahnhof Ratingen“ durchzuführen. Dazu müsste eine Bühne im Gebäude installiert werden. In den Räumen des Obergeschosses des Bahnhofsgebäudes könnte neben Sozialräumen und Büroräumen auch ein Multifunktionsraum, der durch örtliche Vereine, Verbände und Interessengruppen möglichst kostengünstig zu nutzen ist, eingerichtet werden. Im Rahmen der Verpachtung des Gebäudes an einen Betreiber müssten dann die o.a. Kooperationsverpflichtungen/ - beziehungen detailliert vereinbart werden.

 

Voraussetzung ist, dass das Gebäude unter Beachtung denkmalschutzrechtlicher Vorgaben saniert und entsprechend den nachstehenden Einzelheiten eingerichtet werden kann.

Wie man sieht, könnte man beim Ostbahnhof schon viel weiter sein, wenn es denn der Bürgermeister wirklich wollte.

 

 

Christian Wiglow


nach oben

 

StartseiteRatsmitglieder der SPD-Fraktion
Termine der SPD-Fraktion
Zurück zum Link Politik
Öffnungszeiten und Anschrift des Fraktionsbüros
Interessante Politik-Links
Schreiben Sie uns