Ratingen, 05.11.2009: Anbindung der Boldeschwinghstraße an die Düsseldorfer Straße
Bürgermeister Birkenkamp will Straßenbaupläne für Ratingen-Süd, gemeint ist, Wollen die Bürgerinnen und Bürger das auch?
Die Verwaltung will die Erschließung der Bodelschwinghstraße an die Düsseldorfer Straße stoppen. So steht es in der Verwaltungsvorlage, die im Rat am 03.11.09 als „Mitteilungsvorlage“ plötzlich auf die Tagesordnung gekommen ist. Es soll der einstimmige Beschluss vom 02.11.2005 gekippt werden, da die Anbindung der Bodelschwinghstraße an die Düsseldorfer Straße in Ratingen-Süd vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklung „nicht mehr begründet werden“ könne und die Maßnahme „mehr schade als nütze“. Gespart werden sollen 200.000 €.
Die SPD Ratingen-Mitte fragt nun nach, wem diese Maßnahme schadet. Richtig ist, dass die Anwohner der Neubebauung auf der Bodelschwinghstraße zu großen Teilen gegen die Erschließung sind, da sie eine geringe Mehrbelastung an Verkehr bedeuten würde. Dieser Verkehr kommt jedoch ausschließlich aus genau diesen Häusern. Richtig ist auch, dass es eine leichte Verbesserung in Bezug auf den Durchgangsverkehr im Ratinger Süden gibt, seit die Durchfahrmöglichkeit von der Raiffeisenstraße zur Bodeschwingstraße über die Johanna-Flinck-Straße auf die Gerhardstraße geschlossen wurde. Dies konnte im Übrigen auf Antrag der SPD Ratingen durchgesetzt werden. Die CDU Ratingen war seinerzeit vehement gegen eine solche Schließung.
Richtig ist weiterhin, dass schon vor drei Jahren „Experten“ eine solche Lösung nicht wollten. Die Verwaltung tat alles daran, einstimmig gefasste Ratsbebeschlüsse zu ignorieren und unter fadenscheinigen Begründungen vor sich her zu schieben. Erst war es der Verkehrsverbund Rhein Ruhr, der eine Querung der Linie 712 nicht genehmigt. Als dies möglich war, musste ein Grundstück erworben werden, dessen Besitzer unerreichbar war. Als der Grundbesitzer ebenfalls zustimmte, war es plötzlich ganz „verkehrsarm“ im Ratinger Süden und nun ist die Sicherheit von Kindern in den Wohnstraßen einfach zu teuer.
Die SPD Ratingen fragt nun: Soll der jetzt plötzlich „desolate“ Haushalt der Stadt Ratingen dadurch mit saniert werden, dass wir auf Sicherheit verzichten? Wie sehen das die Anwohner der Johanna-Flinck-Straße, der Gerhardstraße, der Kolpingstraße, der Straßburgerstraße, Flieder- und Raiffeisenstraße? Durch diese Straßen wird nämlich derzeit der zusätzliche Verkehr geführt, der in Richtung A 44 und Düsseldorf-Knittkuhl will, da niemand über das kleine Stück Gerhardstraße auf die Düsseldorfer Straße fährt um dann das Ziel über den Europaring anzufahren.
Wir denken, dass es durchaus bessere Gelegenheiten gibt, mit dem Sparen zu beginnen.
Christian Wiglow Rosa-Maria Kaleja

