Ratingen, 30.06.2010: Ostbahnhof Chancen nutzen
Ostbahnhof: Ratsbeschluss umsetzen und Chance nutzen!
In seiner Sitzung am 27.02.2007 hat der Rat der Stadt Ratingen folgenden Beschluss bei einer Gegenstimme gefasst:
Die Verwaltung wird beauftragt, in einer Vorlage darzustellen, inwieweit eine Nutzung des Gebäudes des S-Bahnhofes Ratingen-Ost als Jugendkulturzentrum machbar wäre und wie sich eine solche Einrichtung in ein neues Gesamtkonzept für die städtische Jugendarbeit im Stadtbezirk Ratingen-Mitte einfügen könnte. Dabei sollten Verbesserungen der räumlichen Situation bestehender Jugendangebote ebenso wie etwaige Synergieeffekte zwischen Jugend- und Jugendkulturarbeit in die Betrachtung einbezogen werden. Die Verwaltung wird beauftragt, in der Vorlage ein Betreiberkonzept darzustellen.
Bis heute ist nichts passiert. Im Rahmen des Wahlkampfs wurde Bürgermeister Birkenkamp auf die Nichtumsetzung dieses Beschlusses angesprochen und teilte mit, dieses jetzt zur „Chefsache“ machen zu wollen. Passiert ist wiederum bald ein Jahr nichts.
Jetzt kommt die Bürger Union (BU) mit einem Vorschlag, der nur noch einen Aspekt des Ratsbeschlusses aufgreift, den der besseren gastronomischen Nutzung und den Gedanken des „Kulturbahnhofs Ratingen Ost“ völlig aufgibt. Folgt man diesem Ansinnen gibt eine einmalige Chance auf, in Ratingen die Kulturlandschaft zu optimieren.
Gerade nach dem unrühmlichen Scheitern des Lokschuppens kann so nicht vorgegangen werden. Die SPD wird auf alle Fälle auf einer Umsetzung des Ratsbeschlusses bestehen. Denn – so weit waren ja Vorgespräche schon – könnte man mit dem „Kulturbahnhof Ratingen Ost“ beide Fliegen mit einer Klappe schlagen: Ansprechende Gastronomie, eine attraktive Eintrittskarte der Stadt und ein neues, dringend nachgefragte Kulturangebot für jüngere Menschen schaffen.
Christian Wiglow

