Gut für Ratingen!

Bezahlbares Wohnen in Ratingen – immer noch wenig Neues von der Verwaltung

Bericht aus dem Sozialausschuss am 21.04.2016:

Nachdem die Verwaltung im Sozialausschuss im Januar 2016 trotz erheblicher Vorlaufzeiten zur Umsetzung der verschiedenen Ratsbeschlüsse aus den Vorjahren nichts zu berichten hatte, sollte dieses in der nächsten Sitzung nachgeholt werden. Da diese ausfiel, hatte die Verwaltung Zeit bis zum 21.04.16, im Sinne der Ratsbeschlüsse tätig zu werden und etwas Vorzeigbares zu präsentieren.

Doch weit gefehlt! Herr Steuwe konnte lediglich in dürren Worten darstellen, dass man sich 22 Potenzialflächen angesehen habe und darüber nachdenke, mit wem was umzusetzen wäre. Das ist zwar mehr als im Januar, aber nicht genug. Auch wenn wegen der Belastung durch die Unterbringung der Flüchtlinge die Politik viel Verständnis für die Verwaltung hat, so ist dieses Verständnis nicht unbegrenzt.

„Wir müssen in Ratingen endlich zu Ergebnissen kommen und mit den ersten Projekten anfangen“, meint dazu Christian Wiglow, SPD Fraktionsvorsitzender. „Wir haben auch kein Erkenntnisproblem, sondern ein Vollzugsproblem“.

Die Nachfragesituation auf dem allgemeinen Wohnungsmarkt, insbesondere im Segment bezahlbaren Wohnraums, ist in Ratingen nach wie vor problematisch, verstärkt gilt dieses für Sozialwohnungen und barrierefreien (bezahlbaren) Wohnraum. Der Rat der Stadt Ratingen hat dazu auf Antrag der SPD verschiedene Beschlüsse gefasst, deren Umsetzung aussteht.

In Ratingen haben wir einen Rückgang von 5.432 Sozialwohnungen in 2001 auf 2.352 in 2025 zu erwarten, was einem Rückgang um rd. 57% entspricht. Wenn das keine dramatische Entwicklung ist!

„Preisgünstiges und bezahlbares Wohnen ist das große Thema, in dem sich in Ratingen endlich etwas bewegen muss“, so Christian Wiglow, SPD Fraktionsvorsitzender. „Wir erwarten, dass diesem Thema endlich die notwendige Priorität in der Verwaltung und der Politik zugestanden wird“.

Sozialer Wohnungsbau scheitert nicht am Geld, denn dafür wird viel zu viel der Fördermittel ungenutzt zurückgegeben (mit steigender Tendenz bald die gesamte Summe, die in Ratingen hätte investiert werden können, wie die Zahlen des Kreises belegen: Die Fördermittel des Landes stehen für Mietwohnungsbau zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums, Eigentumsförderung und Bestandsförderung wie die Schaffung von Barrierefreiheit zur Verfügung. Davon wurden in 2013 noch nicht einmal 36% kreisweit abgerufen. In Ratingen faktisch nichts. Und die Folgejahre sehen kaum besser aus.

Da können Land und Bund noch so viele Förderprogramme auflegen, die immer attraktiver werden, wenn der Wille zur Umsetzung vor Ort fehlt.

Fraktionssitzung

Montag, 27. November 2017

19.00 Uhr

SPD-Parteibüro, Düsseldorfer Straße 86

Ortsverein

Sitzung Vorstand

Mittwoch, 06. Dezember 2017

19.00 Uhr

SPD-Parteibüro, Düsseldorfer Straße 86


SPD Geschäftsstelle

Ralf Hoffmann

Telefon: 02102 - 22 999

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