Gut für Ratingen!

Grundwasser an der Deponie “Am Kuckuck” in Ost

In der Sitzung des Bezirksausschusses Mitte am 03.03.2015 war eine Thema der Sachstand der Grundwasserbelastung an der ehemaligen Deponie am Kuckuck. Die SPD Mitte hat sich über ihre Kreistagsabgeordnete Anja Prüßmeier beim Kreis, der für Altlasten zuständig ist,  zu diesem Thema kundig gemacht.

Der Kreis hat der SPD die entsprechenden Informationen geliefert:

Die ehemalige  Deponie „Am Kuckuck“ in Ratingen wurde in 2004 saniert.  Die Maßnahme wurde nach § 13 Bundesbodenschutzgesetzt (BBodSchG) genehmigt. Im Genehmigungsbescheid ist festgeschrieben, dass der Kreis Mettmann während der Durchführung der Deponiesanierung und in der anschließenden Zeit der Nachsorge und Langzeitüberwachung ein Deponiemonitoring durchzuführen hat.

Das Monitoring umfasste anfangs jeweils 2-mal jährlich (April und Oktober) die Entnahme und Untersuchung von Grund-, Sicker- und Oberflächenwasserproben sowie die Entnahme und Untersuchung von Bodenluftproben. Seit 2014 findet die Probenahme 1-mal jährlich statt.

Die Wasserproben werden auf die Parameter pH-Wert, Leitfähigkeit, Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Nitratstickstoff, Ammoniumstickstoff, Chlorid, Sulfat, Hydrogencarbonat, TOC und AOX untersucht, alle 2 Jahre zusätzlich auf die Parameter Eisen, Mangan, Cyanid, Bor, Arsen, Nickel, Zink, Blei, Kupfer, Cadmium, Chrom, LHKW, Mineralölkohlenwasserstoffe, BTEX, Phenole und PAK (EPA)

Bei der Analytik der entnommenen Wasserproben wurde im November 2004 in der Quelle des westlich des Deponiegeländes gelegenen Wittekothensgraben erstmals eine LCKW-Belastung festgestellt. Diese Belastung ist die einzige Auffälligkeit, die sich im Rahmen des Grundwassermonitorings „Am Kuckuck“ bis dato ergeben hat.

In den Folgejahren wurden durch den Kreis umfangreiche Erkundungen zur Ermittlung der Herkunft des Eintragsherdes für die Kontamination veranlasst. Diese Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass sich im Bereich der westlichen Deponieböschung zwischen dem Deponiefuß und der Mittelberme eine lagemäßig nicht exakt bestimmbare Schadstoffquelle befindet, die für die LCKW-Belastung im Wittekothensgraben verantwortlich ist. Diese Schadstoffquelle setzt bereits an der Basis des Deponiekörpers noch innerhalb der ungesättigten Bodenzone LKKW frei. Unklar ist bis dato, ob es sich bei dieser Schadstoffquelle um eine punktförmige Quelle (z. B defekter Behälter) handelt oder ob LCKW-haltige Ablagerungen für die Freisetzung verantwortlich sind.

Von dieser Schadstoffquelle wird eine LCKW-Belastung in der gesättigten Bodenzone (Grundwasserbelastung) verursacht. Diese Grundwasserbelastung wird mit der Grundwasserfließrichtung nach Westen in Richtung Wittekothensgraben weitergetragen.

Aufgrund des fortdauernden Austrags von LCKW mit dem Grundwasserstrom und einer damit einhergehenden Gefährdung bisher nicht verunreinigten Grundwassers sowie dem Eintrag von kontaminiertem Grundwasser in den Wittekothensgraben wurde eine Sanierung zwingend erforderlich. Diese wird im Auftrag des Kreises Mettmann als Grundstückseigentümer der Fläche, auf der der Schadensherd liegt (Westböschung der Deponie „Am Kuckuck“) seit 2011als sogenannte „pump and treat“-Maßnahme durchgeführt, d. h. zur Sanierung der LCKW-Belastung wird das aus Richtung Deponie zuströmende Grundwasser über eine Vertikaldränage gefördert, in einer Reinigungsanlage über Aktivkohle abgereinigt und anschließend in den Wittekothensgraben eingeleitet. Dabei werden sowohl das der Anlage zuströmende als auch das die Reinigungsanlage verlassende Grundwasser überwacht. Darüber hinaus werden im Rahmen eines eigenständigen Grundwassermonitorings für die LCKW-Verunreinigung „Wittekothensgraben“ zweimal jährlich relevante Grundwassermessstellen im Umfeld sowie das Bachwasser chemisch auf LCKW untersucht.

Wie der bisherige Sanierungsverlauf zeigt, ist die vor Ort installierte Sanierungsanlage im Hinblick auf das Schadensbild optimal konzipiert. Seit Beginn der Sanierung wurden mehr als 15 kg LCKW aus dem Grundwasser ausgetragen. Aber nicht nur die Belastung im Grundwasser ist deutlich zurückgegangen, auch die Belastung des Bachwassers ist seit dem Beginn der Grundwassersanierung deutlich geringer. Bei der letzten Beprobung im Januar 2015 lagen die LCKW-Gehalte (Parameter-Liste nach Trinkwasserverordnung) unterhalb des aktuellen Grenzwertes der TVO.

Damit ist also die Sanierung erfolgreich gewesen.

Fraktionssitzung

Montag, 17. September 2018

19.00 Uhr  –  SPD-Parteibüro

Düsseldorfer Straße 86

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Düsseldorfer Straße 86


Jusos

Dienstag, 04. September 2018

19.00 Uhr – SPD-Parteibüro

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