Gut für Ratingen!

Schaffung der Funktion einer/s Inklusionsbeauftragten

Antrag der SPD-Fraktion für den Sozialausschuss, Haupt- und Finanzausschuss, Rat

an den Bürgermeister der Stadt Ratingen.

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, in einer Vorlage darzustellen, wie die bisherige Funktion des/der Behindertenbeauftragten inhaltlich und konzeptionell weiterentwickelt werden kann zu einem/ einer Inklusionsbeauftragten.
  2. Zudem soll geprüft werden, wie bei öffentlichen Bauvorhaben besser als bisher das Thema Barrierefreiheit berücksichtigt werden kann (z.B. durch die Implementierung einer standardmäßigen Aussage zur Barrierefreiheit analog den Aussagen zur Auswirkung der Bauleitplanung auf die soziale Infrastruktur, die ja auch erst vor Jahren eingeführt wurde).

Begründung:

In Städten wie Tönisforst, Duisburg, Mönchengladbach, Dortmund, Frankfurt und auch einer Vielzahl kleinerer Gemeinden vornehmlich in Süddeutschland wurden die bestehenden Behindertenkoordination zur Funktion eines/einer Inklusionsbeauftragten weiterentwickelt. In der Regel wird diese Stelle hauptamtlich ausgeübt und deckt den gesamten Bereich der Inklusion ab.

Die Stadt Mönchengladbach schreibt dazu: „Die fortschreitende Inklusion im Bereich der Kindertagesstätten und Schulen wird zu den Schwerpunkten der Arbeit gehören. In ihrer Tätigkeit wird die Inklusionsbeauftragte zukünftig von einer Fachkraft mit technischer Ausbildung unterstützt, damit auch der Abbau baulicher Barrieren in städtischen Gebäuden effizienter vorangetrieben werden kann.“

In Ratingen wird die Funktion des Behindertenbeauftragten nebenamtlich ausgeübt. Neben der Funktion Ansprechperson für Vereine und Betroffene gehört auch die Überwachung der Vorgaben zur Barrierefreiheit zu den Aufgaben. Hier wird an eine entsprechende Diskussion im Fachausschuss vor ein paar Jahren erinnert. Verschiedene Beispiele öffentlicher Vorhaben und ihre mangelnde Barrierefreiheit zeigen, dass diese Aufgabe in der bestehenden Organisation so nicht machbar ist.

Inklusion ist auch in Ratingen eine große Herausforderung, der sich Verwaltung und Politik stellen müssen. Wir sehen bei dem Thema Schule allein, wie schwierig dieses Thema ist. Inklusion ist eine Querschnittsaufgabe, die nicht nebenamtlich geleistet werden kann. Zudem greift Inklusion viel weiter als Behindertenkoordination und stellt auch ein anderes Leitbild in den Vordergrund, statt Nachteilsausgleich die inklusive Gesellschaft.

Aus diesen Gründen hält die SPD Fraktion die Schaffung der neuen Funktion eines/einer Inklusionsbeauftragten für sinnvoll.

Fraktionssitzung

Montag, 27. November 2017

19.00 Uhr

SPD-Parteibüro, Düsseldorfer Straße 86

Ortsverein

Sitzung Vorstand

Mittwoch, 06. Dezember 2017

19.00 Uhr

SPD-Parteibüro, Düsseldorfer Straße 86


SPD Geschäftsstelle

Ralf Hoffmann

Telefon: 02102 - 22 999

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